Viele Menschen mit einem Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Sie fühlen sich krank, erschöpft, reagieren auf Nahrungsmittel, Medikamente oder Stress - und bekommen trotzdem oft zu hören, dass „alle Befunde normal“ seien. Genau das erleben wir in unserer Praxis immer wieder.
MCAS ist ein hochkomplexes Krankheitsbild, bei dem Mastzellen - also wichtige Zellen unseres Immunsystems - überschießend reagieren und dauerhaft Entzündungs- und Stressmediatoren ausschütten. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein:
In der Praxis Schleicher in München sehen wir das Mastzellaktivierungssyndrom häufig auch im Zusammenhang mit Long Covid, Post Covid und chronischem Erschöpfungssyndrom . Gerade bei anhaltenden Beschwerden nach Infekten oder nach starker immunologischer Belastung kann MCAS vergesellschaftet auftreten und sollte differenziert mitbetrachtet werden.
Gerade weil MCAS so viele Systeme betrifft, betrachten wir unsere Patienten immer ganzheitlich und ursachenorientiert. Für uns steht nicht nur die Symptomunterdrückung im Vordergrund, sondern die Frage: Warum ist das Immunsystem dauerhaft in Alarmbereitschaft?
Deshalb beziehen wir unter anderem folgende Bereiche mit ein:
Jeder Patient ist anders - deshalb gibt es bei uns keine Standardtherapie, sondern individuelle Konzepte. Wir arbeiten unter anderem mit:
Besonders bei Patientinnen und Patienten mit Long Covid, Post Covid oder chronischer Erschöpfung ist eine umfassende Betrachtung wichtig, weil Mastzellaktivierung, Immunregulation, Entzündungsgeschehen, Darmgesundheit und vegetatives Nervensystem eng miteinander verbunden sein können.
Was mir persönlich besonders wichtig ist: Ich kenne MCAS nicht nur aus medizinischer Sicht. Ich war selbst sehr schwer betroffen und weiß deshalb genau, wie belastend diese Erkrankung sein kann - körperlich, emotional und auch sozial. Gerade dieses persönliche Verständnis hilft mir heute enorm in der Betreuung meiner Patienten.
Und genau das möchte ich Betroffenen auch mitgeben: Es gibt Wege aus diesem Zustand heraus. Mir selbst geht es heute wieder sehr gut. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, Patienten nicht nur medizinisch zu begleiten, sondern ihnen auch Hoffnung, Verständnis und einen individuellen Weg zurück in mehr Stabilität und Lebensqualität zu geben.
25. Mai 2026