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Integrative Onkologie und Begleittherapie bei Krebs in München

Eine Krebsbehandlung wirft viele Fragen auf: Wie lässt sich die körperliche Belastbarkeit erhalten? Was hilft bei Erschöpfung? Welche ergänzenden Maßnahmen passen zur laufenden Therapie? In der Gemeinschaftspraxis Schleicher in München-Bogenhausen begleiten wir Menschen mit Krebserkrankungen seit mehr als 20 Jahren mit einem individuell abgestimmten, immunologisch ausgerichteten Konzept.

Wir untersuchen behandelbare Belastungen, berücksichtigen Ihre Beschwerden und entwickeln einen Begleitplan für die jeweilige Therapiephase. Die fachonkologische Behandlung bleibt dabei die Grundlage. Unsere Maßnahmen werden ergänzend und in Abstimmung mit dem onkologischen Vorgehen eingesetzt.

Eine ärztliche Anlaufstelle für Ihre begleitenden Beschwerden

Neben der Tumorbehandlung benötigen viele Patientinnen und Patienten Unterstützung bei Fatigue, Appetitverlust, Schlafproblemen oder einer verzögerten Erholung. Auch Veränderungen des Blutbildes, Mangelzustände und bestehende Grunderkrankungen können die Belastbarkeit beeinflussen.

Wir betrachten diese Beschwerden im Zusammenhang mit Ihrer Diagnose, den eingesetzten Medikamenten und dem Verlauf der Krebsbehandlung. Gemeinsam legen wir konkrete Ziele fest: beispielsweise einen nachgewiesenen Mangel zu behandeln, die Ernährung zu stabilisieren oder die Erholung zwischen Therapiephasen zu unterstützen.

Begleitung vor, während und nach der Krebstherapie

  1. Vor Behandlungsbeginn: Wir sichten Befunde und Therapiepläne, erfassen Ihre Ausgangssituation und prüfen, welche ergänzenden Maßnahmen sinnvoll vorbereitet werden können.

  2. Während der Behandlung: Beschwerden, Ernährung, Verträglichkeit und relevante Laborwerte werden im Zusammenhang mit Operation, Bestrahlung oder medikamentöser Therapie beurteilt. Zeitpunkte und Inhalte ergänzender Behandlungen richten sich nach dem onkologischen Plan.

  3. Nach der Akuttherapie: Im Mittelpunkt stehen fortbestehende Beschwerden, Regeneration, nachgewiesene Defizite und die Rückkehr zu einem möglichst gut bewältigbaren Alltag. Die tumorspezifische Nachsorge läuft weiter.

Was wir untersuchen und im Verlauf kontrollieren

Am Anfang stehen Arztbriefe, aktuelle Laborbefunde, der onkologische Therapieplan und Ihre Beschwerden. Je nach Fragestellung ergänzen wir Blutbild, Entzündungs- und Organwerte, den Eisenstatus oder andere ausgewählte Nährstoffparameter.

Eine differenzierte immunologische Untersuchung kann hinzukommen, wenn sie für die konkrete Situation sinnvoll ist. Dabei werden beispielsweise bestimmte T-, B- und NK-Zell-Populationen betrachtet. Die Werte müssen immer zusammen mit Erkrankung, Medikamenten, Infektionen und Therapiezyklen beurteilt werden. Sie ersetzen weder die Beurteilung des Tumoransprechens noch die onkologische Nachsorge.

Das Kontrollintervall richtet sich nach dem klinischen Verlauf. Für ergänzende immunologische Verlaufskontrollen können je nach Situation Abstände von etwa drei Monaten, bei stabilem Verlauf sechs Monaten und langfristig auch einem Jahr passen. Erforderliche Blutbild- und Sicherheitskontrollen während einer Krebsbehandlung finden nach dem onkologischen Plan statt und können wesentlich häufiger nötig sein.

Welche Maßnahmen Teil der Begleitung sein können

Wir priorisieren Maßnahmen, die ein konkretes Problem behandeln und zur laufenden Krebsbehandlung passen. Dazu können die Korrektur nachgewiesener Mangelzustände, Unterstützung bei Ernährung und Flüssigkeitsversorgung sowie ärztliche Beratung zu Schlaf, Erholung und körperlicher Aktivität gehören. Ergänzende naturheilkundliche Verfahren werden individuell auf Eignung, Evidenz und mögliche Wechselwirkungen geprüft.

Bei Fatigue unterscheiden wir beispielsweise zwischen möglichen Einflüssen der Tumorerkrankung, der Therapie, einer Anämie, Schmerzen oder Schlafstörungen. Entsprechend unterschiedlich fällt die Behandlung aus. Bei Bedarf beziehen wir die onkologische Praxis und weitere Fachbereiche ein.

Infusionen mit klarer medizinischer Begründung

Infusionen kommen infrage, wenn eine konkrete Indikation vorliegt, etwa ein behandlungsbedürftiger Flüssigkeits- oder Nährstoffmangel. Wir prüfen Inhaltsstoffe, Dosierung und Zeitpunkt im Zusammenhang mit Nieren- und Leberfunktion sowie der aktuellen Krebsmedikation.

Auch Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Präparate können die Krebsbehandlung beeinflussen. Besonders hoch dosierte Präparate müssen sorgfältig auf mögliche Wechselwirkungen geprüft werden. Eine pauschale Infusionskur gehört deshalb nicht zu einem verlässlich abgestimmten Begleitplan.

Regeneration gezielt unterstützen

Nach belastenden Therapiephasen besprechen wir, welche Beschwerden fortbestehen und welche Unterstützung im Alltag umsetzbar ist. Ernährung, Flüssigkeitsversorgung, Schlaf und eine zur Belastbarkeit passende Bewegung können dabei eine Rolle spielen. Notwendige Krebsmedikamente sollen ihre vorgesehene Wirkung entfalten; eine pauschale „Ausleitung“ ist kein Behandlungsziel.

So beginnt Ihre Begleitung

Wir sichten Ihre Diagnose und den aktuellen Therapieplan, besprechen Beschwerden und Ziele und prüfen mögliche Wechselwirkungen. Danach legen wir die erforderliche Diagnostik und einen abgestimmten Begleitplan fest. Bei Folgeterminen beurteilen wir Wirkung, Verträglichkeit und den weiteren Bedarf.

Für wen ist das Angebot geeignet?

Die Begleitung richtet sich an Erwachsene mit einer Krebserkrankung, die vor, während oder nach der fachonkologischen Behandlung zusätzliche ärztliche Unterstützung wünschen. Dazu gehören Menschen mit anhaltender Erschöpfung, Ernährungsproblemen, nachgewiesenen Mangelzuständen oder Fragen zu komplementären Verfahren.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Krebs erfolgt die Behandlung in der spezialisierten Kinderonkologie. Ergänzende Maßnahmen müssen dort mit dem zuständigen Team abgestimmt werden.

Häufige Fragen

Nein. Operation, Bestrahlung und medikamentöse Tumortherapien bleiben in der Verantwortung Ihres onkologischen Behandlungsteams. Unsere Aufgabe ist die ergänzende ärztliche Begleitung.

Wir beziehen bei entsprechender Fragestellung immunologische Befunde in die unterstützende Betreuung ein. Das ist von tumordirekt wirksamen Immuntherapien wie Checkpoint-Inhibitoren zu unterscheiden, die fachonkologisch verordnet und überwacht werden.

Ja. Belastende Symptome sollten früh angesprochen und gezielt behandelt werden. Welche unterstützende Maßnahme geeignet ist, hängt vom Symptom und vom Therapieschema ab. Wir stimmen ergänzende Behandlungen mit dem onkologischen Vorgehen ab; eine vollständige Vermeidung von Nebenwirkungen lässt sich nicht zusichern.

Bei einem konkreten Bedarf können sie infrage kommen. Entscheidend sind Laborbefunde, Inhaltsstoffe, Dosis, Organfunktion und mögliche Wechselwirkungen. Auch vermeintlich natürliche oder stärkende Präparate sollten Sie vor der Anwendung mit dem Behandlungsteam besprechen.

Für eine unspezifische immunologische Begleittherapie lässt sich keine allgemein niedrigere Rückfallquote angeben. Wir unterstützen die Behandlung beeinflussbarer Gesundheitsfaktoren und die Regeneration. Die tumorspezifische Therapie und Nachsorge bleiben entscheidend.

Bringen Sie bitte aktuelle Arztbriefe, die genaue Tumordiagnose, Therapie- und Medikamentenpläne, Laborbefunde und eine Liste aller zusätzlich eingenommenen Präparate mit. So lassen sich die nächsten Schritte gezielt vorbereiten.

Dr. med. Dorothea Schleicher-Brückl
Dr. med. Dorothea Schleicher-Brückl

Persönliche Beratung in München

Integrative Onkologie in München-Bogenhausen

Sie wünschen sich eine kontinuierliche ärztliche Begleitung Ihrer Krebsbehandlung? Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beschwerden und entwickeln mit Ihnen einen individuellen, mit der Onkologie abgestimmten Plan.

Bei akuten Veränderungen: Fieber oder Schüttelfrost während einer Chemotherapie, neu auftretende Atemnot, Blutungen oder eine deutliche Verschlechterung müssen umgehend mit dem onkologischen Behandlungsteam beziehungsweise notfallmedizinisch abgeklärt werden.